Ecuador Aug. 18


Neues Land, neue Eindrücke

Unvorstellbar, kaum haben wir die Grenze von Peru nach Ecuador überschritten, strahlt die Natur wieder in kräftigem grün. Es wächst wieder Gras, es gibt Plantagen mit Bananen, Kakao, Melonen, Ananas, Limonen, Papaya etc., sowie Wälder mit hohen Bäumen und wieder Richtung Anden fühlen wir uns wie auf einer Schweizer Alp. Eine Augenweide, wir können uns kaum sattsehen. Die Strassen sind in sehr gutem Zustand und vielerorts sogar 4-spurig. Der Verkehr läuft ruhig und viel weniger hektisch ab. Auch ist ein riesiger Unterschied bei der Sauberkeit zu erkennen. Es liegt viel weniger Abfall und Plastik rum als in den südlicheren Ländern und die Häuser sind wieder massiv gebaut. Die Leute sind sehr freundlich und meist werden wir mit Handschlag begrüsst. Wir sind sehr positiv überrascht von Ecuador. Von Machala an der Küste fahren wir wieder in die Anden nach Cuenca, der 3. grössten Stadt des Landes und durchfahren dabei unterschiedliche Vegetationszonen. Nach den riesigen Bananenplantagen erreichen wir den mystischen Nebelwald, gefolgt von ödem felsigem Gebiet bis hoch zu hügeligen, grünen Berglandschaften mit Kuhweiden auf 2500m. Cuenca, eine sehr schöne Stadt mit grosser Kathedrale und vielen gut erhaltenen Kolonialhäusern und schönen Märkten. Wir geniessen das sonnige, warme Wetter und erkunden die Stadt zu Fuss.
Bei der intensiven Sonneneinstrahlung nahe am Äquator finden wir einen passenden Sombrero für Köbi. Diese Gegend ist bekannt für die Herstellung der Panamahüte, die Originalen Made in Ecuador. Die Herstellung derer, vom Rohprodukt der Palme bis zum fertigen Hut erklären uns die Mitglieder der Cooperative im kleinen Dorf Barcelona und dann nochmals in Montecristi.
Wir lassen uns in einem exklusiven Thermalspa verwöhnen, machen ein Gesundheitsbad in einer Schwefellagune und vergnügen uns in den Wellen am Meer.
Wieder an der Küste bei Puerto Lopez werden wir wieder vom Walfieber gepackt. Wir können die Buckelwale in Küstennähe beobachten und auf der Tour zur Isla de la Plata springen diese sogar recht nahe dem Boot. Nahe der Insel umkreisen die Schildkröten unser Boot, so dass wir diese fast anfassen können. Faszinierend. Auf der Insel begleitet uns ein Parkranger zu den Blaufusstölpeln und den Fregattvögeln und erklärt uns viel über diese schönen Vögel. Wir haben Glück, bei den Blaufüsslern sehen wir vom Ei über das erst kurz geschlüpfte Küken bis zum ausgewachsenen Vogel alle Grössen davon. Bei den Fregattvögeln beobachten wir die imposanten Männchen mit den grossen roten Kehlsäcken bei der Balz und auch kleine Küken in Nest. Abschliessend konnten wir bei einem Schnorchelgang noch die zahlreichen farbenfrohen Fische im kleinen Korallenriff bestaunen.
Wir machen lange Spaziergänge an den einsamen Sandstränden entlang, helfen den Fischern beim Einziehen des Netzes, beobachten wie die Fische sortiert, bearbeitet und verkauft werden und staunen über die handwerkliche Geschicklichkeit der Schiffsbauer. Spannend sind die Gespräche mit der Schweizerin Sandra, die ein Hostel mit Camping führt, sowie mit dem deutschen Bierbrauer, Restaurantbesitzer und bald auch Schoggiproduzent Joachim und seiner Frau Silvia. Wir fahren die Küste hoch, überqueren den Äquator (leider ohne Tafel) bis auf Höhe von Pedernales, dann wieder ins Landesinnere und in einem Bogen, über El Carmen und Quevedo wieder zurück nach Guayaquil. Lange beobachten wir die Leguane, die hier in einem Park leben, sich jedoch frei bewegen können, buchen eine Stadtrundfahrt und machen lange Spaziergänge der Uferpromenade entlang.

 

Die Fülle von Erlebnissen und Eindrücken in so kurzer Zeit in Ecuador, lenken uns etwas ab von der Vorfreude und Sehnsucht nach der Familie.